
Anlässlich des Themenjahres „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ war die
israelischen Bildhauerin Tanya Preminger im April und Mai 2026 Artist in Residence im Künstlergut Prösitz. Nun zeigt eine dokumentierende Wanderausstellung entlang der Via Regia ihr Lebenswerk, welche im August in der Kleinen Galerie St. Georg Station macht.
Tanya Preminger, geboren 1944 in Taganrog in der damaligen Sowjetunion, zählt zu den bedeutenden zeitgenössischen Bildhauerinnen Israels. Ihr Studium absolvierte sie an der renommierten Surikow-Kunstakademie in Moskau, bevor sie 1972 nach Israel zog, wo sie seither lebt, arbeitet und lehrt.
Preminger ist vor allem für ihre Land-Art-Projekte und großformatigen Steinskulpturen bekannt, arbeitet darüber hinaus aber auch mit Installation und Fotografie. In ihren Werken lässt sie sich von früheren Land-Art-Künstlern wie Michael Heizer und Robert Smithson inspirieren, wobei ihre Arbeiten zugleich eine eigene, deutlich feministische Prägung tragen. Charakteristisch ist zudem, dass sie das Publikum aktiv einbezieht – nicht nur als Betrachter, sondern als Mitgestalter ihrer Werke.
Sie hat an über 130 internationalen Skulpturensymposien und Wettbewerben teilgenommen, ihre Werke stehen unter anderem in Israel, Russland, Frankreich, China, Japan, Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern. 2007 gründete sie zudem die Green Gallery in Israel, die sie bis heute als Kuratorin leitet, und wurde 2022 mit dem Arik-Einstein-Preis für Künstler mit einem herausragenden Lebenswerk ausgezeichnet.
Weitere Stationen der Wanderaustellung sind in diesem Jahr das Museum Alte Lateinschule Großenhain (11.9.-11.10.), die Wenceslaikirche Wurzen (16.10. -15.11.) und das Künstlergut Prösitz (16.11.-12.12.).

