
Im Jahr 2014 schloss die Fleischerei Müller in der Kreuzstraße 12 in Grimma nach über 100-jähriger Geschichte endgültig ihre Ladentüren. In diesem Jahr ging der letzte Meister des Geschäftes, Gerald Müller, in Rente. Für seinen Sohn Gerd Müller-Schramm war es eine Gelegenheiten noch einmal den Ort seiner Kindheit zu besuchen und zu fotografieren.
Die ausgestellte Bildserie hat zum einen natürlich den Zweck einer historischen Dokumentation, soweit das zu diesem Zeitpunkt noch möglich war. Zum anderen ist sie eine bleibende Erinnerung für den Vater, der seit seinem 16 Lebensjahr im Geschäft mitgearbeitet hatte. Sie ist aber auch ein Abbild seiner eigenen Kindheitserinnerungen.
Gezeigt werden außerdem Fotos zur Geschichte des Fleischerhandwerks in Grimma, zum Teil aus dem Archiv von Manfred Pippig, sowie alte Dokumente zur durchaus bewegten Geschichte der Fleischerei und historische Werkzeuge.
Gerd Müller-Schramm ist als Softwareentwickler tätig und lebt in Grimma. Neben seinem Beruf widmet er einen großen Teil seiner Freizeit der Kunst, insbesondere der Malerei. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe „Bildnerisches Gestalten“ des Kunst- und Fotovereins Grimma sowie der Kleinen Galerie St. Georg in der Hospitalkapelle Grimma. Außerdem organisiert er das Reparaturcafé Grimma im Mehrgenerationenhaus „Alte Feuerwehr“. Gelegentlich greift er aber auch zur Kamera, wie für diese Ausstellung.